Erfolgsfaktor Industriedesign – so formt man Marktchancen

Lohnt sich die Investition in Industriedesign?

 

Für alle Unternehmen, die technische Produkte herstellen, ist deren Design von ausschlaggebender Bedeutung: Es beeinflusst nicht nur die sicht- und greiDare Form, die dem Anwender präsentiert wird. Sondern prägt auch maßgeblich den Gebrauchswert des Produkts, steigert die Akzeptanz im Markt – und zahlt dabei auch noch auf das Markenimage ein. Ein professioneller Industriedesigner liefert somit einen nachhaltigen Beitrag zur Wertschöpfung.

Das gilt für alle Branchen und Unternehmensgrößen. International agierende Firmen mit breiter Produktpalette profitieren von professionellen Designleistungen ebenso wie Start-ups, die eine innovative Idee auf den Markt bringen wollen.

Ein Fall für Spezialisten

Der Unterschied zwischen „normalem“ Produktdesign und Industriedesign liegt vor allem in der Vielschichtigkeit der Aufgabe. Funktional betrachtet, muss der Käufer eines Designersofas nur bequem auf diesem sitzen können. Eine Designerlampe im Wohnzimmer spendet, ungeachtet ihrer Form, ganz einfach Licht.

Anders sieht es aus, wenn ein industrielles Produkt über eine Vielzahl technischer Features verfügt und unterschiedlichen Anwendungsszenarien gerecht werden muss. Die Komplexität der Designanforderungen ist hier weitaus höher: Form und Funktion müssen auf mehreren Ebenen ineinandergreifen, Ergonomie ist ebenso wichtig wie Optik. Industriedesigner sind in Können und Denken auf solche Herausforderungen vorbereitet – die richtigen Ansprechpartner also, zumal die wenigsten Unternehmen umfassende Designprozesse im eigenen Betrieb realisieren können. Genau deshalb sollte man auf professionelle Innovationsberatung setzen.

Gutes Industriedesign verkauft, schlechtes kostet.

Frei erfunden, aber unter dem Strich realistisch – wie wichtig die Qualität des Designs für den Markterfolg des Produkts ist, wird am besten anhand eines fiktiven Beispiels deutlich: Das mittelständische Unternehmen XY hat eine Weltneuheit entwickelt. Einen Schlagbohrer mit Sensor, der die Dichte von Holz, Beton und Mauerwerk erkennt und die Drehzahl automatisch regelt.

Ergebnis: 50 % Zeitersparnis pro Bohrvorgang. Bei vielen Handwerkern würde dieses Produkt sicher auf begeisterte Resonanz stoßen.

In deren täglicher Praxis entscheiden dann Design-Details:

  • Ist der Bohrer gut ausbalanciert, liegen die Griffe gut in der Hand, sind sie rutschfest?
  • Ist das Gehäuse robust genug, um der harten Praxis auf Baustellen standzuhalten?
  • Sind die Bohraufsätze leicht und schnell zu wechseln?
  • Können Einstellungen bequem angepasst werden, sind alle Bedienelemente gut erreichbar?
  • Wie hört sich das Gerät im Betrieb an – souverän oder nervös?
  • Hat das Gerät die Ausstrahlung und Haptik eines hochwertigen Profi-Tools?
  • Macht das Design den innovativen Charakter des Bohrers auf den ersten Blick erkennbar?

Wenn auch nur eine oder gar mehrere dieser Fragen mit Nein beantwortet werden muss, verliert der Bohrer deutlich an Absatzchancen und Firma XY an Umsatz und Erträgen. Wirklich gutes Industriedesign ist dagegen absolut nutzerzentriert: Es stellt den Anwender in den Mittelpunkt, identifiziert seine Bedürfnisse bis ins Detail und setzt sie in überzeugende Lösungen um.

Worauf kommt es an: Fragen an einen Industriedesigner

Wie gutes Industriedesign funktioniert, haben wir Stefan Eckstein gefragt. Er ist Geschäjsführer von ECKSTEIN DESIGN in München. Dieses Designbüro wurde schon vielfach mit namhajen Awards ausgezeichnet.

F:

Wie kann man sich einen Designprozess für Industrieprodukte konkret vorstellen?

Stefan Eckstein:

Wir arbeiten evolutionär. Das heißt, wir versuchen, von einer guten auf die bessere Lösung zu kommen. Und von dieser auf die noch bessere. Bis an einem Punkt so etwas wie ein „Wow-Effekt“ eintritt und alle spüren, dass das Ergebnis jetzt perfekt und das Potential eines Produkts optimal erschlossen ist. Zum Designprozess gehören zum Beispiel Anwenderstudien und -interviews, aber auch intensiver Austausch mit den Menschen, die für die technische Seite und das Marketing zuständig sind. Nur so bekommen wir als Dienstleister alle Insights, die dann im finalen Design als einzigartige Produktvorteile erkennbar werden.

F:

Aus Ihrer täglichen Erfahrung – was ist heute im Industriedesign besonders wichtig?

Stefan Eckstein:

Neben den klassischen Designaufgaben hat das User Experience Design in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen, was auch an der zunehmenden Integration elektronischer Komponenten liegt. Eine durchdachte Benutzerführung trägt eindeutig dazu bei, dass das Produkt praktisch und emotional positiver wahrgenommen wird. Wenn man aber einen Benutzer führen will, muss man ihn erst einmal kennen. Andererseits soll ein Produkt sich nicht nur in Formsprache mitteilen, sondern

auch auf direktem Weg verstanden werden. Deshalb ist es essentiell, dass Design sich sowohl mit Gestaltungsaspekten als auch ganz konkret mit den Zielgruppen auseinandersetzt.

F:

Gibt es Trends im Produktdesign, auf die sich Hersteller in Zukunj einstellen müssen?

Stefan Eckstein:

Ja, auf jeden Fall. Sogar Megatrends. Nehmen Sie nur einmal das IoT, das Internet of Things. Je mehr es sich durchsetzt, desto mehr werden Maschinen und Menschen kommunizieren. Das muss nicht nur technisch, sondern auch im Design organisiert sein. Auf diese Herausforderungen darf man sich aber freuen, weil sie erlebbaren Fortschritt bringen.

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